29.06.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

23 Fragen an Jessica Wagener

23 Fragen an Jessica Wagener

Jessica Wagener wurde 1977 in Hamburg geboren, lebt inzwischen in Berlin und arbeitet als Online-Journalistin, Bloggerin und Buchautorin. Sie liebt billige Wortspiele, journalistische Innovationen, Kekse, Erdnussbutter und Rio de Janeiro.

 

23 Fragen an Jessica Wagener

 

Wie würden Sie gerne wohnen?
In einem winzigen Häuschen mit Dachterrasse in der Favela Vidigal in Rio de Janeiro.


Das für Sie wichtigste Gebäude in Ihrer Stadt?
Die Rote Flora.


Lieblingsort in Berlin?
Das Sofa meiner lieben Freundin Julia in Friedrichshain.


Lieblingsort oder -stadt am Rhein?
Huch! Da war ich erst einmal und zwar in Köln. Ich brauche Vergleichsmöglichkeiten!


Lieblingspommesbude?
Der Foodtruck von Vincent Vegan. Süßkartoffelpommes - mjom!


Lieblingsbauwerk aus Beton?
Das Freibad meiner Kindheit.


Lieblingsbrücke?
Die Brooklyn Bridge in New York. Aber auch nur, weil ich alle anderen vergessen habe.


Lieblingskünstler des 20. Jahrhunderts?
Ernest Hemingway.


Lieblingsfarbe?
Regenbogen.


Die größte Heldentat Ihres Lebens?
Ich habe mich mal als junges Mädchen abends in der S-Bahn zwischen einen Jungen mit Behinderung und randalierende Teenager gestellt, die ihn schubsten. Ist grad noch mal gut gegangen. Und ich habe mit Anfang 20 versucht, für den verwaisten Sohn der besten Freundin meiner Mutter eine Ersatz-Familie zu sein. Ist nicht ganz so gut gegangen.


Wenn Sie sich einen Monat von nur drei Lebensmitteln ernähren müssten, welche wären das?
Was heißt hier "müssten"? Nudeln, Ketchup und an Festtagen Erdnussbutter - der ganz normale Ernährungsplan eines Freiberuflers.


Was ist Heimat für Sie?
Liebe ohne Sehnsucht. Und ein kleiner Wind.


Wo möchten Sie gerne leben?
In Rio.


Star Trek oder Star Wars?
Star Trek!


Lieblingsfilm?
Life Of Brian.


Lieblingsserienheld?
Captain Jean-Luc Picard. <3


Welches Buch lesen Sie momentan?
The Road Less Travelled, mal wieder.


Der beste Beatles-Song aller Zeiten?
Alles von den Rolling Stones.


Die beste Seite im Internet?
Keine. (Ich befürchte, die klassische Internetseite als solche ist bald tot.)


Lieblingstwitterer?
Orrr, das ist gemein. Ich mag mich nicht entscheiden müssen, da gibt es so viele wunderbare Menschen. Aber wenn ich müsste: @Orbisclaudiae.


Facebook, Twitter oder Instagram?
Twitter!


Ihre erste Internetseite am Morgen?
Twitter!


Lieblingsemoticon?
Der kleine Kackhaufen mit den knuffigen Kulleraugen, natürlich.

26.06.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Feste feuern

Feste feuern

Der Sommer ist da und mit ihm die Zeit der Gartenfeste. Weil normale Gartenbeleuchtung aber langweilig ist, gibt es jetzt 'fuj-flame' 1,20 Meter hohe Fackelhalterung von keilbach. Sie ist nicht nur dekorativ, sondern kann tatsächlich zum Feuermachen verwendet werden. Wem das zu gefährlich ist: Sie lässt sich auch problemlos bepflanzen.

Für einen stabilen Halt sorgt der integrierte Sockel, der schnell im Boden verankert werden kann. 'Fuji-flame' hat eine Holzschale, in der das Feuer entzündet wird - aber so hoch, dass der Rasen geschont wird. Die Schale kann mit einem Handgriff entnommen werden, sodass die Asche leicht zu entfernen und Platz für neues Feuer ist. Die Feuerstelle ist zwar aus wetterfestem Stahlblech, sollte aber von Zeit zu Zeit mit Rostschutzmittel behandelt werden, damit Sie lang an ihr Freude haben.

 

Foto und weitere Informationen: keilbach

25.06.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Kultur im Kohlenkeller: Die UNTERwegs-Kellertour

Von außen betrachtet sieht das Haus der Wehls ganz normal aus: Ein großes Grundstück mit schmuckem Garten, aufgeräumt, elegant. Hier in der Gegend um den Mexikoplatz in Berlin gibt es nicht wenige solcher Grundstücke. Aber nur in einem verbirgt sich der sogenannte „Kohlenkeller“.


Ein Kulturclub im Privatkeller
Das klingt archaisch, ist aber weit davon entfernt. Nina und Roland Wehl haben ihren Privatkeller vor einigen Jahren umgerüstet – nämlich zu einem Kulturclub, der in Zehlendorf schon einige Bekanntheit erlangt hat. Mindestens einmal im Monat finden hier Lesungen, Vorträge oder musikalisch begleitete Themenabende statt, zu denen stets zahlreich Interessierte kommen. Den Namen trägt der Keller, weil hier tatsächlich mal Kohlen gelagert wurden – und es so einfach besser klingt als „Waschsalon“. Sie wollten einen authentischen, unprätentiösen Namen, der dennoch Spielraum für Interpretationen zulässt und mit Erwartungen spielt. Mehr als einmal hatten sie verdutzte Erstbesucher zu Gast, die sich erkundigten, wo denn die Kohlen seien.

 

Foto: Roland Wehl


Roland Wehl führt mich in den Keller. Die Räume sind äußerst geschmackvoll eingerichtet. Die Betonwände sind in warmen Farben gestrichen, der Fußboden ist mit hochwertigem Parkett verkleidet; rote Vorhänge runden das Bild ab. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie stimmungsvoll es hier abends sein muss, wenn die etwa 70 Sitzplätze vollbesetzt sind und das Licht etwas gedimmt ist. Der Fokus liegt dann komplett auf den Menschen vorn im Bühnenradius. Hier werden wechselnd verschiedene Themen präsentiert, oft politisch, immer künstlerisch. Das Veranstaltungsprogramm ist so vielseitig, dass es kein Wunder ist, wie oft die Abende ausgebucht sind. Die Programmpunkte der nächsten Monate beinhalten zum Beispiel einen Vortrag über jüdische Jugendliche im Untergrund, Buchvorstellungen bekannter und unbekannter Künstler und musikalisch begleitete Lesungen.

 

Foto: Roland Wehl


Aus Liebe zu den Zwischentönen
Die Wehls betreiben den Keller nicht hauptberuflich – Roland Wehl betreibt eigentlich eine Leasingfirma – aber sie stecken jede Menge Herzblut hinein. Nicht nur als Organisatoren. Sie steuern musikalische Beiträge bei und besetzen mit ihrem kombinierten Kulturprogramm eine
Nische in der Berlinger Veranstaltungslandschaft. Die literarischen und politischen Themen, die für die Abende ausgewählt werden, sind ihnen sehr wichtig.

 

Foto: Roland Wehl

 

Roland Wehl war schon immer politisch interessiert. In den 70ern engagierte er sich beispielsweise in der Anti-Atombewegung. Auch rechte und linke politische Strömungen waren für ihn immer Themen von großer Bedeutung. Ihn faszinieren die Zwischentöne, die Grenzüberschreitungen. Nichts ist nur schwarz oder weiß, sagt er. Er denkt vor jeder Antwort gründlich nach. Schließlich will er jeder Frage mit der Ernsthaftigkeit begegnen, die ihr gebührt. Das ist auch das Konzept des Kohlenkellers. Hier ist neben den Hauptprogrammpunkten immer auch Raum für Ideen und Austausch; für Diskussionen und Meinungsaustausch.

 

Foto: Roland Wehl


Der Keller bringt eine sehr familiäre Atmosphäre mit sich, in der man sich sicher fühlen kann. Wirkliche Probleme gab es hier aber nie, weder mit den Besuchern noch mit dem Keller oder der Technik. Der Beton in den Wänden hält die Temperatur konstant und ist auch der Akustik nicht
abträglich, sodass man sich hier voll und ganz auf die Menschen und ihre Beiträge zum Abend konzentrieren kann.

 

Foto: Cascade


Es sieht nicht danach aus, als ob den Wehls in näherer Zukunft die Ideen ausgehen würden. Noch während des Gesprächs mit mir entstehen neue Pläne für weitere Veranstaltungen. Die Offenheit und Gastfreundschaft der Wehls machen den Kohlenkeller zu etwas ganz besonderem und jeder, der in der Gegend ist, sollte sich davon selbst überzeugen. Zum Beispiel schon bei der nächsten Veranstaltung am Freitag, den 26. Juni:

 

Foto: Cascade

 

Und wer mehr über besondere Keller aus und mit Beton wissen möchte, kann hier mehr erfahren.

An diesem Wochenende fand erneut die Betonkanu-Regatta statt, die 15. mittlerweile, diesmal in Brandenburg an der Havel. Die Regattas finden seit fast 30 Jahren an immer wechselnden Orten statt und werden von der deutschen Beton- und Zementindustrie ausgerichtet. Auf dem Brandenburger Beetzsee tummelten sich an diesem Wochenende rund 1000 Studenten mit knapp 80 selbstgebauten Wasserfahrzeugen. Bedingung für die Konstruktion der Boote war, dass diese aus Beton bestehen – und schwimmen.

 

Foto: Candy Welz


Schon am Donnerstag und Freitag waren die Teams der Hochschulen angereist, um ihre Boote den Preisrichtern zu präsentieren und sich auf die Regatta am Samstag einzustimmen. Trotzdem waren am 20. Juni alle Teilnehmer wieder fit genug, um an mindestens einer der beiden Wettkampfklassen teilzunehmen. 65 selbstgebaute Rennkanus aus Beton gingen bei der Wettkampfklasse an den Start; bei der Parade der offenen Klasse waren 13 schwimmende Betonkreationen zu bewundern, die sich an Kreativität und Ideenreichtum gegenseitig zu überbieten versuchten.

 

Foto: Candy Welz


Preise gab es nicht nur für die schnellsten Teams, deren Beton-Kanus sie zuverlässig durchs Ziel trugen – das waren in diesem Jahr sowohl bei den Herren als auch bei den Damen das niederländische Team der Uni Twente aus Enschede.

 

Foto: Candy Welz


Auch Sonderpreise gab es in diesem Jahr. Prämiert wurden das leichteste und das schwerste Boot sowie einen Konstruktionspreis besonders ausgetüftelte Betonzusammensetzungen, die für den Bau der Boote verwendet wurden. Die ETH Zürich gewann gleich zwei dieser Sonderpreise; das leichteste Kanu kam in diesem Jahr aus Graz und wog lediglich 16,65 kg.

 

Foto: Candy Welz


Nicht ganz so leicht fiel der Jury die Bestimmung des Siegers der offenen Klasse – wie soll man bei so viel Kreativität entscheiden?

 

Foto: Candy Welz


Schließlich ging der Preis an die TU Dresden, die mit ihrem Semperdampfer eindrucksvoll bewiesen, wie vielfältig Beton als Baumaterial ist und wie kreativ man ihn einsetzen kann.

 

Foto: Candy Welz


Dennoch steht für die Teilnehmer neben den kreativen und handwerklichen Herausforderungen der Spaß im Vordergrund. Auch, wenn mal nicht alles so klappt, wie es soll.

 

Foto: Candy Welz

22.06.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

23 Fragen an Katja Dittrich

23 Fragen an Katja Dittrich

Katja Berlin, Jahrgang 1980, Diplom-Medienberaterin, ist Humorautorin und -bloggerin. Sie hat mehrere Bücher mit lustigen Infografiken veröffentlicht, darunter die Bestseller "Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt" und "Was wir tun, wenn es an der Haustür klingelt". Im September erscheint ihr fünftes Buch. Darüber hinaus hat sie u.a. eine Grafikkolumne in DIE ZEIT und im Handelsblatt Magazin.

 

23 Fragen an Katja Dittrich


Wie würden Sie gerne wohnen?
In einem großen Haus am Meer. Egal welches. Naja, egal welches bis auf das Polarmeer oder das Steinhuder Meer.


Das für Sie wichtigste Gebäude in Ihrer Stadt?
Das Gesundbrunnencenter. Da gibt es Massagesessel, Ponyreiten und
einen großen Supermarkt. Mehr braucht kein Mensch.


Lieblingsort in Berlin?
Die Havelchaussee


Lieblingsort oder -stadt am Rhein?
Straßburg


Lieblingspommesbude?
Die im Freibad Plötzensee


Lieblingsbauwerk aus Beton?
Das Haus der Kulturen der Welt, das übrigens keine Berlinerin
Schwangere Auster nennt. Wirklich.


Lieblingsbrücke?
Die Rialtobrücke. Klassiker.


Lieblingskünstler des 20. Jahrhunderts?
Gerhard Richter


Lieblingsfarbe?
Wechselt ständig. Heute ist es grün.


Die größte Heldentat Ihres Lebens?
Meinen Job zu kündigen und selbstständig zu werden.


Wenn Sie sich einen Monat von nur drei Lebensmitteln ernähren müssten, welche wären das?
Süßkartoffeln, Vollkornbrot und Ziegenkäse


Was ist Heimat für Sie?
Teile West-Berlins, in denen es immer noch genauso aussieht wie 1986.


Wo möchten Sie gerne leben?
Am Meer, s. Frage 1.


Star Trek oder Star Wars?
Weder noch.


Lieblingsfilm?
Butch Cassidy and the Sundance Kid (die Fahrradszene!!)


Lieblingsserienheld?
Das ist bei mir eine Heldin: Arya Stark aus Game of Thrones


Welches Buch lesen Sie momentan?
Zadie Smith, N-W


Der beste Beatles-Song aller Zeiten?
Hey Jude, aber ich bin Stones-Fan


Die beste Seite im Internet?
www.graphitti-blog.de natürlich


Lieblingstwitterer?
Ich habe 500 Lieblingstwitterer. Die kann ich doch nicht alle aufzählen.


Facebook, Twitter oder Instagram?
Viel Twitter, wenig Facebook, kein Instagram


Ihre erste Internetseite am Morgen?
Twitter


Lieblingsemoticon?
>:(

19.06.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Leuchtendes Betonspiel

Leuchtendes Betonspiel

Was ein wenig wie Mobiliar für eine okkulte Sitzung wirkt, ist in Wirklichkeit ein hochmoderner Designertisch. Auch eher unspirituelle Menschen kommen mit dem Betontisch von Docstone voll auf ihre Kosten.

Die Kreation aus Beton und Glas gibt es mit individuellem Muster - oder ganz schlicht, je nach Geschmack.

18.06.2015 VON Franziska Schöning | 0 Kommentare

Ein Blick unter die Kulissen

Im Foyer des Staatstheaters Mainz haben sich an diesem Samstag einige Neugierige versammelt, die erpicht darauf sind, mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Ich gehöre ebenfalls dazu, denn ich habe gehört, dass es hier einen einzigartigen Keller gibt, den man mal gesehen haben sollte. 17 Meter unter der Erde befinden sich weitere Theaterräume - U17 trägt den Namen also nicht grundlos (und bezieht sich auch nicht auf etwaige Altersgrenzen, wie eine der Besucherinnen vermutet hatte). Genau das richtige also für die UNTERwegs-Kelltertour.

 

Foto: Cascade


Der Blick hinter die Kulissen
„Unbekannte Theaterwege“ heißt die Führung, die einmal im Monat stattfindet undvon Eva von Hülst durchgeführt wird. Frau von Hülst kennt das Theater in- und auswendig und hat ihr Herz schon vor langer Zeit an diese darstellende Kunst verloren.

 

Foto: Cascade


Sie ist keine Regisseurin oder Dramaturgin, sondern im Prinzip freie Mitarbeiterin, diesich bereit erklärt hat, ihrer Liebe zum Theater dadurch Ausdruck zu verleihen, neugierigen Besuchern das Theater mit all seinen Funktionsweisen und Besonderheiten näher zu bringen. Und das schafft die Theaterexpertin hervorragend. Bevor es 17 Meter in die Tiefe geht, steigen wir einige Treppen hinauf – denn wir wollen ja alles vom Theater sehen.

 

Foto: Cascade


Theaterexpertin ist kein Beruf, sondern eine Leidenschaft. Man kann sehen, wie wohl sie sich hier fühlt; das Theater scheint ihr nicht nur zu
einem Zuhause, sondern zu einer zweiten Haut geworden zu sein. Sie wechselt thematisch während der Führung unterhaltsam von den architektonischen Besonderheiten des Theaters – hier und da blitzt beispielsweise noch etwas Mauergestein zwischen den ansonsten glatten Wänden hindurch, aber das ist Absicht und künstlerisch wertvoll – zu neuen und alten Stücken, von denen sie hingerissen ist.

 

Foto: Cascade


Auch die modernen Inszenierungen bereiten ihr Freude, neue Gewänder sind wichtig für alte Stoffe. Mit der neuen Glaskuppel für das Theater ist sie allerdings nicht ganz zufrieden, sie hätte sich eine komplett runde Kuppel gewünscht. Dramatisch sei das jetzt aber nicht. Um das Drama im klassischen Sinne kümmert sich das Theater aber sehr gut.

 

Foto: Cascade


Von Hülst zeigt uns alles. Ob Schaltpulte und Technik hinter der Bühne,
Maskenbildnerei oder Kostümfundus. Beim Beleuchtungsballett, das gerade das richtige Licht für das nächste Stück festlegt, verweilen wir einen Moment. Direkt unterm Dach befindet sich die Requisite. „Hier wird mit einer Menge Kreativität aus nichts viel gemacht“, sagt sie lächelnd. Und davon können wir uns selbst überzeugen. Noch in diesem Jahr soll hier das Monty-Python-Musical aufgeführt werden und die dazu notwendigen Vorarbeiten sind in vollem Gange.

 

Foto: Cascade


Ein Keller voller Beton und Kulissen
Schließlich fahren wir auch mit dem Aufzug in den Keller hinab, hier muss sich die Gruppe kurz trennen, denn es sind doch viele Neugierige  gekommen, die auch die unbekannten Theaterwege beschreiten möchten. Und diese sind wirklich ganz außergewöhnlich. Der Keller ist riesig; die Wände aus Beton. Einzelne Betonsäulen stützen die Kellerdecke, unter der sich Kulissen und Gerätschaften stapeln. Man sieht
kaum, wo das Tiefgeschoss zu Ende ist.

 

Foto: Cascade


Hier unten finden zwar auch Aufführungen statt, in erster Linie ist U17 aber wegen seiner Technik so einzigartig. Zwischen den Säulen und Wänden aus Beton wartet der deutschlandweit herausragendste Theateraufzug auf uns. Nicht nur, weil es so tief hinab geht und die Kulissen zwischen den Stockwerken bewegt werden müssen. Der Aufzug ist 6 Meter breit und 13 Meter lang und sogar mit gewaltigen Bühnenbilder ist es in Mainz kein Problem, schnell vom Haupthaus ins „Kleine Haus“ zu gelangen, in dem sich der Keller befindet. So etwas gibt es nirgends sonst.

 

Foto: Cascade


Dadurch, dass sich das Theater nach unten so weitläufig gestaltet, ist hier viel Platz für weitere Bühnen, einen großen Möbelfundus und jede Menge Technik und alte Bühnenbildbestandteile. Eine Klimaanlage gibt es zwar, allerdings bleibt die Temperatur hier durch den Beton so konstant, dass es keine Probleme bei der Lagerung anspruchsvoller Gerätschaften gibt. Außerdem gibt er dem Kellergeschoss die notwendige Stabilität, damit die Künstler hier jedem Tag ihrem Handwerk nachgehen können.

 

 

Fotos: Cascade


Nach zwei Stunden, die viel zu kurz scheinen, verabschiedet uns Eva von Hülst. Sie hat uns längst mit ihrer Begeisterung angesteckt und ich nehme mir vor, das Theater noch einmal zu besuchen und mir eine der Vorstellungen anzusehen, von denen sie so schwärmt. Sie lacht und versichert mir, dass ich diesen Entschluss nicht bereuen werde.

 

Foto: Cascade


Mehr über schöne Keller aus Beton kann man hier erfahren.