ENTDECKERBLOG | 15.06.2011 VON Ilka Müller | 0 Kommentare

The Weather: City Edition

The Weather: City Edition

Bildschirmschoner gelten seit LCD- und Plasma-Bildschirme eigentlich als überflüssige Überbleibsel der Betriebssysteme. Der einstige Zweck, das Einbrennen von Bildern in den Röhrenbildschirm zu verhindern, hat ausgedient, der Bildschirmschoner an sich wird meistens nur noch als Spielerei eingesetzt - ohne einem besonderen Sinn zu dienen. Hinzu kommt, dass man selten  bei den voreingestellten Screensavern von Ästhetik oder von bedeutender Schönheit sprechen kann.

Der Designer Stefan Trifan entwickelte mit „The Weather: City Edition“ einen Bildschirmschoner, der Funktion und Design miteinander verbindet: Die in schwarz/weiß gehaltenen Schriften und liebevoll gestalteten Illustrationen zeigen in schönster Art und Weise das aktuelle Wetter, das Datum und die Uhrzeit an. Wer also nach einer kurzen Kaffeepause an den Arbeitsplatz zurückkehrt, kann so mit einem kurzen Blick auf den Bildschirm nachschauen, wie das Wetter draußen ist. Aus dem Fenster gucken wird so unnötig, denn: Dieser Bildschirmschoner sieht garantiert besser aus als der graue Himmel über der Stadt. Und wenn auf dem Monitor doch eine Sonne scheint, kann man immer noch aus dem Fenster gucken.

Via Design-Milk

ENTDECKERBLOG | 04.06.2011 VON Ilka Müller | 0 Kommentare

In Mode

In Mode

 

Dass Modefotografien ausschließlich zur Darstellung von Kleidungsstücken und in diesem Sinne zu Werbezwecken angefertigt wurden, liegt lange hinter uns. Man kann mittlerweile von einer eigenen Kunstform sprechen, die sich zunehmend etabliert hat und nicht selten Thema in Ausstellungen und Museen geworden ist. Das soll allerdings kein geschichtlicher Abriss von Modefotografie und seinen Fotografen im Allgemeinen werden, sondern eine Übersicht der Ausstellung 'In Mode F. C. Gundlach, das fotografische Werk' im Speziellen!

 

Die Ausstellung zeigt die Retrospektive von F.C. Gundlach, die zurzeit im Neuen Museum in Nürnberg läuft. Gundlach gilt als einer der einflussreichsten deutschen Modefotografen der Nachkriegszeit, der mit seinem Werk selbst ein Stück Modegeschichte geschrieben hat. Seine unverwechselbare Bildsprache, die Kombination von emotionalen und rationalen Elementen und die klar durchdachten Inszenierungen zeichnen seinen Stil aus. Seine Bilder berühren ästhetische Aspekte einerseits sowie soziale und kulturelle Fragen anderseits und behandeln nicht zu Letzt Aspekte der medialen Vermittlung von Mode und Schönheitsidealen. Die Ausstellung zeigt eine Vielzahl seiner bekanntesten Modebilder und Porträts – längst Ikonen der neueren Fotografiegeschichte!

 

Bis zum 26. Juni 2011 läuft die Ausstellung noch im Neuen Museum – also nichts wie hin!

ENTDECKERBLOG | 10.05.2011 VON Ilka Müller | 0 Kommentare

Mit Geld spielt man!

Mit Geld spielt man!

Heißt es nicht eigentlich "Mit Geld spielt man nicht"? So wie es Eltern und auch sonst alle vernünftigen Erwachsenen immer gepredigt haben? Diese Doktrin wird mit dem Projekt 'Make your Franklin' definitiv gebrochen, denn der Auftrag lautet wie folgt: Gestalte den 100 Dollar Schein, der vom Kopf Benjamin Franklins geziert wird, möglichst kreativ! Die Macher bezeichnen genau diesen Schein als "Symbol unserer modernen Gesellschaft", weshalb das Projekt genau den Kern der Zeit treffen soll – eine Anspielung auf die Wirtschafs- und Bankenkrise, die eindrucksvoll bewiesen hat, dass mit Geld tatsächlich in großem Stil 'gespielt' wird?


Einige Umsetzungsideen können auf createordie.de bestaunt werden!

ENTDECKERBLOG | 09.05.2011 VON Ilka Müller | 0 Kommentare

The Blue Road

 The Blue Road

Installationen, Happenings und Kunst im öffentlichen Raum im Allgemeinen können aufwendig oder weniger aufwendig sein, manche bemerkt man gar nicht auf den ersten Blick, andere springen einem direkt ins Auge, weil sie so plakativ oder provokant sind. Die Installation 'the blue road' des niederländischen Künstlers Henk Hoftstra fällt definitiv unter die Kategorie: Aufwendig und Auffällig!


Der Künstler selbst hat über Kunst gesagt, dass sie berühren, überraschen und aufregen muss. Sie muss in der Lage sein, einen zum Weinen oder zum Lachen zu bringen, weil Kunst Emotion ist! Dann schauen wir mal ob diese Definition auch bei seiner eigenen Installation zutrifft: Im April 2007 wurden 4000 Liter blaue Farbe verwendet, um eine Straße im niederländischen Drachten vollständig einzufärben, um Wasser zu symbolisieren – Die Strecke ist 1000 Meter lang und 8 Meter breit. Sie wurde kreiert um einen 'städtischen Fluss' zu schaffen und den Pfad des Schifffahrtswegs wiederzubeleben, der einst dort entlang führte, wo sich heute die Straße befindet. Ein Blick aus der Vogelperspektive zeigt, dass ein Schriftzug zu sehen ist: WATER IS LEVEN (dt.: Wasser ist Leben)! Man kann sicher sagen, dass Hoftstras Eigeninterpretation von Kunst wohl zutrifft, denn auch wenn 'the blue road' einen nicht zum Weinen bringt, sie überrascht, regt zum nachdenken an und hat es sicher geschafft einige Betrachter zu verärgern!


Ziel dieser Installation war es durch ‚Wasser‘ wieder Leben in das Stadtzentrum von Drachten zu bringen. Und nicht zu vergessen, der mediale Aspekt: Erscheint 'the blue road' doch noch auf Google Earth, so wie es sich der Künstler vorgestellt hat? Abwarten und regelmäßig nachschauen!


Mehr Bilder zur Installation und weiteren Projekte des Künstlers gibt’s hier!

ENTDECKERBLOG | 28.04.2011 VON Ilka Müller | 0 Kommentare

Ran an die Stifte, solange noch Platz ist

Ran an die Stifte, solange noch Platz ist

'Wall of Fame' ist ein Projekt, das von 'kempertrautmann' und 'demodern' anlässlich des 50jährigen Firmenjubiläums von 'edding' realisiert wurde. Die 'Wall of Fame' ist eine Live-Zeichenplattform, die für jeden zugänglich ist und somit der Kreativität keine Grenzen setzt – junge Talente, professionelle Illustratoren und diverse kreative Köpfe treffen hier aufeinander, um durch Haptik, Look und Sound-Design an das analoge Zeichnen so nah wie möglich heranzukommen. Ganz dem Charakter eines edding-Stifts folgend, kann natürlich nichts wegradiert werden – was da ist, ist da!
Durch eine umfangreiche Share Funktion - Facebook Connect, Twitter und Email - kann man direkt auf der Wall Stellen markieren, sie teilen, weiterleiten, posten und speichern. Bereits in den ersten drei Tagen verbuchte die Seite allein über Facebook 10.000 unique Hits und 5.500 Drawings.


Wer selbst zum Stift greifen will, um mitzumischen, der möge auf wall-of-fame.com vorbeischauen!

ENTDECKERBLOG | 26.04.2011 VON Ilka Müller | 0 Kommentare

Sacra Conversazione mal anders!

Sacra Conversazione mal anders!

Moderne Kunst und Kirchenbau sind keine Begriffe, die miteinander einhergehen oder im Zusammenhang auftauchen – dass es jedoch nicht unmöglich ist, zeigt das Projekt des Offenburger Street Artist Stefan Strumbel, der mit der Neugestaltung eines Kircheninnenraums betraut wurde.

 

Wenn man sich schon auf alte Traditionen bezieht, sollte sich auch kurz die Zeit genommen werden, ein paar Schritte zurückzugehen, um Zusammenhänge zu verstehen: Die 'Sacra Conversazione' ist die 'Heilige Unterhaltung' zwischen der thronenden Madonna mit Christuskind, die von Heiligen umgeben ist – dieses Bildthema ist ein Teil der christlichen Ikonografie, ist im 14. Jahrhundert entstanden und war vor allem in der Malerei der italienischen Renaissance weit verbreitet. Bevor jetzt die Frage auftaucht, warum das alles vorweggeschickt wird, kommen wir mal zum Punkt. Dieses Hintergrundwissen macht großen Sinn, wenn man bedenkt dass wir es mit Kunst im Kirchenraum zu tun haben und Stefan Strumbel unter anderem genau eine solche Heilige Unterhaltung dargestellt hat - und zwar in Form eines Pop-Madonnenbildes in Hanauer Tracht, das über die Eingangspore gesprayt wird! Doch damit nicht genug, denn die Aufgabe umfasst die Ausgestaltung des kompletten Sakralraums. Der junge Offenburger Street Artist kann stark von seinen vorherigen Arbeiten profitieren, denn er war auch schon vor der Kirchenaufgabe mit großformatigen Wänden vertraut. Vermutlich wird Maria-Hilf Ende Mai im neuen Street-Art-Glanz erstrahlen und wer weiß, ob sich daraus nicht ein bundesweiter Trend entwickelt! Weitere Projekte des Künstlers befinden sich hier!

ENTDECKERBLOG | 19.04.2011 VON Ilka Müller | 0 Kommentare

Der animierte Teich

Der animierte Teich

Quasi ein Sammelbecken, das die Designer Yael Mer and Shay Alkalay von 'Raw Edges' kreiert haben. Die Installation ist ein animierter 'Teich', der aus alter, weggeworfener Ausstattung der Bloomberg Office aus London besteht.
60 ausrangierte Computermonitore zeigen Drachen, Fliegen und Fische, die zwischen den Bildschirmen hin und her schießen - 40 hölzerne Paletten bilden - neben dem  Becken - zusätzlich Sitzmöglichkeiten, auf denen die Mitarbeiter der Bloomsberg Office ihre Mittagspause verbringen können. Initiiert wurde die Installation als Bestandteil des 'Waste Not Want Not' Projekts von 'Arts Co', die von der Bloomberg Philanthropie beauftragt wurden.
Das Video muss man sich anschauen, sonst ist es ja nicht animiert!