Der Lückenfüller zu sein, bedeutet meistens nichts Gutes – in der Architektur sieht es da glücklicherweise etwas anders aus. Man kennt es von Bauten, wie der Alten Pinakothek in München, deren Rekonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg bewusst auffällig anders gestaltet wurde und sich doch harmonisch in den Bau eingliedert. Beim Naturkundemuseum in Berlin sollten der Altbau und der neue Ostflügel bestmöglich miteinander verbunden werden und siehe da: Beton füllt diese Lücke!
Das Architekturbüro Diener & Diener in Berlin war für die Rekonstruktion und die Verbindungsarbeit verantwortlich. Es wurden Silikonabdrücke der bestehenden Fassadenelemente angefertigt, danach ausgegossen und die Betonfertigteile haben dann die fehlenden Stellen ergänzt. Für diese Arbeit wurde das Architekturbüro mit dem 'Architekturpreis Beton 2011' ausgezeichnet. Wunderbar, wie Beton sich auch in Verbindung mit traditionellen Gebäudekomplexen und Materialien behaupten kann. Erneute Erkenntnis: Beton ermöglicht enorme Gestaltungsfreiheiten!
Via baulinks.de!






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