Vermutlich wird 1923, als Josef Hartwig sein Schachspiel entworfen hat, niemand geglaubt haben, dass dieses Brettspiel gute 80 Jahre später als wichtiges Kunstwerk gelten würde. Heute tut es das, es steht sogar im Museum of Modern Arts. Zurecht.
Die Figuren auf dem Brett sind nämlich herrlich reduziert, die Formen so einfach und trotzdem klar und unterscheidbar. Es ist Bauhausarchitektur als Brettspiel. Das wird an solchen Details wie der Tatsache, dass das Brett keinen Rahmen hat und nur aus den zum Spielen benötigten Feldern besteht, deutlich. Alles ist aufs Nötige reduziert, ohne nach zu wenig auszusehen. Das ist die Kunst.
(via Minimalissimo)





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